Cologne Sessions mit Lack Rec.

03„lackrec. steht für eine schönere welt , liebe , toleranz , ein mindestmaß an freude , sexuelle freiheit und die enttabuisierung des unbekannten“, heißt es auf der Webseite des italienischen Dancelabels, das in den vergangenen drei Jahren durch qualitativ hochwertige Releases von Künstlerinnen und Künstlern wie Pablo Matteo, D-IX oder Liit auffällig geworden ist. Das goutieren wir natürlich und freuen uns sehr, dass einige der besten Pferdinnen und Pferde aus dem Lackstall am heutigen Abend bei der Cologne Sessions am Start sind, nämlich eben jener D-IX mit einem seiner spektakulären Livesets sowie Gian & Attila an den Turntables. Support kommt von Cologne Sessions DJ Money & MK Braun.

Cologne Sessions mit Lack Rec,
Freitag, 13. Mai
Studio 672
Beginn: 23 Uhr
10€

Reconstructing Song mit Ogoya Nengo & The Dodo Women´s Group und Schneider Kacirek

02Gegen Ende der 1930er Jahre in einem kleinen Dorf am Ufer des Victoria Sees in Kenia geboren, wurde Anastasia Oluch aufgrund ihres stimmlichen Talents und ihrer tiefen Kenntnis der Luo-Kultur schon mit 13 Jahren zur Dodo-Sängerin ernannt, um mit ihrem Gesang zwischen den Menschen zu kommunizieren und gesellschaftliche Themen zu kommentieren. Unter ihrem neuen Namen Ogoya Nengo („The Priced One“) wurde sie zur regionalen Berühmtheit, sang vor Häuptlingen, Kriegern, Missionaren und Kolonialbeamten und pflegt bis heute die inzwischen bedrohte traditionelle Kunstform des Dodo. Eine urwüchsig-erzählerische, schlicht polyphone Vokalmusik, von reduzierter, treibender Percussion begleitet, die im internationalen Rampenlicht immer noch erfrischend deplatziert wirkt.  Dennoch übertraf das Interesse an der ersten Europatournee von Ogoya Nengo mit ihrer Dodo Women´s Group alle Erwartungen. Auf wichtigen Festivals wie Africolor (Paris); Le Guess Who? (Utrecht) und OFF (Katowice) stießen die betagten Damen auf ein euphorisiches (und teilweise blutjunges) Publikum. Jetzt kommen sie mit ihrem zweiten Album „On Mande“, das auf dem neuen Düsseldorfer Label TAL Recordings erscheint, zurück in den Stadtgarten.

TAL Recordings-Gründer, Bassist und Elektroniker Stefan Schneider, war zusammen mit dem Percussionisten Sven Kacirekin in den letzten Jahren im Auftrag von Goethe-Institut und Unesco mehrmals in Kenia unterwegs. Neben den beiden Alben von Ogoya Nengo entstanden dabei auch eine Fülle von Aufnahmen traditioneller Volksmusiken an unterschiedlichen ländlichen Orten. Nach zwei Alben, auf denen diese Field-Recordings ganz pur dokumentiert wurden, gehen sie mit „Shadows Documents“ (Bureau B) einen anderen Weg und übersetzen ihre in Kenia gewonnenen akustischen Eindrücke in reine, ‚krautige‘ Elektronik, mit analogen Akzenten. Eine zentrale Rolle spielen repetitiv-hypnotische Elemente bei gleichzeitig komplexer Rhythmik, die sich wie ein roter Faden durch die Projekte und Kollaborationen der beiden Musiker ziehen. Die beiden Musiker haben u.a. auch mit Arto Lindsay, Bill Wells, Hans-Joachin Irmler (Faust), Hauschka, The Pastels, St. Etienne, Alexander Balanescu, Marc Ribot und Nils Frahm zusammengearbeitet.

[Ogoya Nengo & The Dodo Women´s Group]

Anastasia Oluoch Akumu (aka Ogoya Nengo) –  leader / vocals

Margaret Ondiege Asin – vocals

Maria Auma Ochieng – vocals

Victor Oloo Omondi – Ohangla drum kit, Orutu (one string violin)

Joseph Oloo – vocals, solo Ohangla – Nyatiti (lyre)
[Schneider Kacirek]

Stefan Schneider –  electronics

Sven Kacirek – percussion, electronics

präsentiert von Funkhaus Europa

Reconstructing Song mit Ogoya Nengo & The Dodo Women´s Group und Schneider Kacirek
Dienstag, 10. Mai
Konzertsaal
Beginn: 20.30 Uhr
12€/15€

Zion80

01Pflichtveranstaltung nicht nur für alle John Zorn-Fans!
Mit Zion80 hob der Gitarrist Jon Madof, der neben Zorn auch schon mit Künstlern wie Marc Ribot und Jack London gearbeitet hat, ein ambitioniertes Fusion-Projekt aus der Taufe, das es in dieser Form bisher nicht gab: Das Liedgut des deutsch-amerikanischen Folkrock-Rabbiners Shlomo Carlebach trifft auf Afrobeat Legende Fela Kuti. Doch nicht nur Freunde rhythmusbasierter Tanzmusik kommen auf ihre Kosten, auch die Impro-geschulten John-Zorn-Anhänger dürfen sich eben freuen, spürt man doch die musikalische Verwandtschaft zu Künstlern des Zorn Labels Tzadik wie etwa Cyro Baptista, oder zu Reggaeformationen wie der kalifornischen Groundation. In Köln werden Zion80 in achtköpfiger Besetzung antreten, die sich folgendermaßen zusammensetzt:

Acht Brücken Festival:

Zion80
Jon Madof | guitar
Frank London | trumpet
Greg Wall | tenor sax
Jessica Lurie | baritone sax
Zach Mayer | baritone sax
Brian Marsella | keyboard
Shanir Blumenkranz | bass
Yuval Lion | drums

Zion80
Sonntag, 08. Mai 2016
Konzertsaal
Beginn: 20.30 Uhr
14€/20€